Rettungshunde waren die Lieblinge der Kinder
RAESFELD (egg). Deutsches Rotes Kreuz feierte Jubiläum
RAESFELD. Ein Radfahrer liegt bewegungslos auf der Fahrbahn, ein Rettungsfahrzeug des Roten Kreuzes kommt mit Blaulicht angebraust, die Ersthelfer kümmern sich um das Unfallopfer. Das Geschehen lockte viele Schaulustige an. Sprechen wir normalerweise von Gaffern, waren in Raesfeld solche Zuschauer erwünscht. Denn der DRK Ortsverein hat zum 55jährigen Bestehen zum Tag der offenen Tür und zum Blutspenden eingeladen. Ortsvereinsvorsitzender Michael Weddeling hatte mit den anderen Mitgliedern des DRK eine informatives und spannendes Programm zusammengestellt. Stündlich führte das Raesfelder DRK einen Bereich aus der Arbeit des Roten Kreuz vor. Interessierte Gesichter bei der Vorführung zur stabilen Seitenlage. „Hier hat sich einiges geändert, die Seitenlage erreicht man jetzt ganz einfach mit drei Griffen“, so Michael Weddeling in der Rolle des Ersthelfers. Während die Erwachsenen sehr interessiert an den technischen Dingen waren, wie moderne Einsatzwagen, eroberte die Rettungshundestaffel die Herzen der Kinder. Zeigten die Vierbeiner und ihre Hundeführer doch, was die Hunde alles können. Streicheleinheiten bekamen die Hunde nur in den Pausen, wenn sie in der Herbstsonne dösten. Als das Martinshorn zur nächsten Vorführung ertönte, waren Hüpfburg und Schminkstände leer gefegt. „Das Ganze ist als Familiennachmittag geplant“, erzählte Michael Weddeling. Parallel zu den Vorführungen am Füllenkamp konnte in der benachbarten Alexanderschule übrigens Blut gespendet werden. Bürgermeister Andreas Grotendorst ging mit gutem Beispiel voran. Er war unter den Ersten, die gegen 13 Uhr den Ärmel aufkrempelten und den Weg für die Blutspendekanüle freigaben. Insgesamt gaben 130 Raesfelder den Lebenssaft am Sonntag ab.
Autor: Rüdiger Eggert für Dorstener Zeitung
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